Logo-FeG-Dautphe_web
gruen01 rot01 blau gruen02 orange01
header_small2_ohne

Pastor:

Michael Schröder

Jahnstraße 54

35716 Dietzhölztal

Tel.: 06466 -  5344000

Tel.: 02774 - 923701

michael.schroeder@feg.de

Redaktion/webmaster

mw62@online.de

Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige,

ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.                                    Hebräer 13,2

Es ist schon einige Jahre her. Ich war zusammen mit einigen Mitarbeitern von der Allianz Mission eingeladen, um Schulungen von Gemeindemitarbeitern in Tadschikistan durchzuführen. In dieser Zeit ergab sich immer wieder die Gelegenheit, die kleinen neugegründeten Gemeinden in Duschanbe und Umgebung kennenzulernen.

Die Gastfreundschaft, die wir dort erlebten, hat uns berührt und zugleich beschämt. Wir waren in einem der ärmsten Länder dieser Welt, und wenn wir eingeladen waren, so wurde alles unternommen, um uns zu bewirten. Es fehlte uns an nichts, und uns beschlich mehr als einmal das Gefühl, dass man uns das Beste gab, während die Einheimischen selbst zurücksteckten. Aber alle Versuche, diese Form der Gastfreundschaft nicht in Anspruch zu nehmen, scheiterten. Im Gegenteil, den Menschen war es geradezu eine Pflicht, Gäste willkommen zu heißen. Man hat es gespürt: Das war ihnen wichtig, diese Gastfreundschaft kam von Herzen.

Wenn im Neuen Testament die Aufgabe herausgestellt wird, anderen gastfreundlich zu begegnen, so wird sicherlich eine Tradition aufgegriffen, die schon damals den meisten Kulturen bekannt war. Gäste wurden herzlich begrüßt, man nahm sich Zeit und man bewirtete sie. Dennoch geht das, was der Schreiber des Hebräerbriefes hier nennt, deutlich darüber hinaus. Er schreibt an Menschen, die die Liebe Gottes in Jesus Christus erlebt haben. Sie sollen nun das, was ihnen widerfahren ist, an andere weitergeben; es soll Kreise ziehen, Zunächst sollen es die merken, die ebenfalls Christus nachfolgen. Aber auch die, die einem fremd sind und die dem Glauben gegenüber fremd sind, sollen diese Freundlichkeit zu spüren bekommen.

Das, was in den meisten deutschen Übersetzungen mit „Gastfreundschaft“ wiedergegeben wird, müsste eigentlich mit „freundlich gegenüber Fremden sein“ übersetzt werden.

Nun ist das mit „Fremden“ bzw. „Fremdheit“ so eine Sache. Es löst Verunsicherung aus und kann auch Ängste befördern. Menschen, die anders denken, anders glauben oder sogar anders aussehen und sich anders benehmen werden eher auf Distanz gehalten als die, die uns vertraut erscheinen. Doch wir werden ermutigt, diese Distanz zu überwinden, auf andere zuzugehen und ihnen freundlich zu begegnen. Wir werden ermutigt, ihnen Zeit zu schenken und ihnen so unsere Wertschätzung zu zeigen. Es müssen nicht immer Engel sein, die zu Gast sind (der Hebräerbrief spielt auf 1Mose 18 und 19 an), aber wer weiß, vielleicht werden aus Fremden Freunde!

Michael Schröder

 

[FeG Dautphe] [Aktuelles] [Gemeinde] [Nachgedacht] [August/Sept_18] [Gemeindebrief] [Gruppen] [Fotos] [Impressum/Links]
043
IMG_20180522_162747
IMG_3479.JPG
DSC01380
DSC01398
db_119-1934_IMG1
048